letzte Einsätze  

23.09.2018  
Technische Hilfeleistung  
in Heideck Stadtgebiet  
Straße überflutet
23.09.2018  
Technische Hilfeleistung  
in RH 34 Laffenau - Wallesau  
Baum auf Straße
23.09.2018  
Technische Hilfeleistung  
in Gemeindestraße Selingsstadt Heideck  
Baum auf Straße
   

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Acht Jugendliche zeigten, was sie bereits können. Schnell nach  dem  Eintreffen  am  Brandort  –  am Platz  vor  dem  Feuerwehrhaus brannte es  in  einer  großen  Wanne  –  entstiegen sie den Feuerwehrautos. Niklas Heimerl von  der  Feuerwehr  erläuterte,  die  verschiedenen  Arbeitsschritte.  Eilig  rollten die Jungfeuerwehrler Schläuche aus und schraubten zusammen. Bald spritzten je zwei Jugendliche aus drei Rohren auf die  Flammen  und  löschten sie schnell.  „Acht  Wochen  haben  sie  eifrig geübt,  damit  sie  bei  diesem  Jubiläum eine Übung zeigen können“, freute sich der  Kommandant  Christian  Schneider und  dankte  ihnen  sehr  herzlich.  Er  fuhr fort: „Und jetzt ist‘s wie immer: Mit dem Erlöschen ist die Arbeit nicht getan. Aufräumen,  prüfen  sind  genauso  wichtig, damit alles wieder einsatzbereit ist.“ Diese Übung war ein voller Erfolg und zeigt,dass  es  den  Heideckern  nicht  bange sein  muss,  wenn  ältere  Feuerwehrleute  aus  dem  aktiven  Dienst  ausscheidenmüssen. Der Nachwuchs steht bereit. Genau  dies,  die  Sicherung  des  Nachwuchses für die Feuerwehr, war der Grund, warum  1968 die Jugendfeuerwehr  gegründet  wurde,  blickte  Dominik  Krammer  zurück.  Bruno  Herzogwurde beauftragt, eine schlagfertige Jugendgruppe zu gründen. Bei neun ugendlichen und jungen Männern weckte  er  die  Aufmerksamkeit  für  die Feuerwehr, so dass sie das Leistungsabzeichen ablegten. Fast alle konnten zum Jubiläumsabend  kommen:  Paolo  Barotti,  Otto  Grießemer,  Josef  Hafner,  Willi Horndasch  (der  letzte  noch  Aktive,  der kürzlich  für  50-jährigen  aktiven  Dienst von  Innenminister  Joachim  Herrmann mit  dem  Feuerwehr-Ehrenzeichen  des Freistaats  ausgezeichnet  wurde),  Franz Köstler,  Rudi  Köstler,  Josef  Pfaller,  Hans Schmauser  und  Herbert  Wolf  und  er hielten großen Applaus. Bruno  Herzog  war  von  1968  bis  1978 der  erste  Jugendwart,  auf  ihn  folgten von  1979  bis  1989  Theo  Leitner,  von 1990 bis 1999 Martin Steib, von 2000 bis 2002  Harald  Zeh  und  danach  bis  2010 wieder Martin Steib, 2011 bis 2016 Markus  Forke,  und  seit  2016  kümmert  sich  Maximilian  Steib  um  die  Jugendfeuerwehrleute. Bruno Herzog  engagierte  sich  auch  als Kreisjugendwart, erläuterte Christian Schneider.  Er  rief  die  Kreisjugendfeuerwehrtage ins Leben. Der erste fand 1982 in  Heideck  statt,  ebenfalls  in  Heideck der  zehnte  im  Juli  1991  und  der  27.  Im Juli 2008. Gab es in Heideck bisher sechs Jugendwarte, sind es auf Kreisebene nur  drei:  Auf  den  langjährigen  Bruno Herzog  folgte  Martin  Schoplocher  und nun Matthias Hiltner. Die Arbeit mit den Jugendlichen scheint Spaß  zu  machen,  schließlich  gab  es  in den  50  Jahren  nur  sechs  unterschiedliche  Betreuer. Viele der Jugendlichen traten  dann  auch  in  die  aktive  Wehr  über, einige wurden Führungskräfte. Christian Schneider erklärte den einstigen Jugendlichen, wie  für  sie  ein  Erinnerungsgeschenk  entstand:  „Es  wurde nicht einfach gekauft, sondern in Handarbeit  selbst  gemacht  von  Feuerwehr Leuten, u. a. dem Vorsitzenden Reinhold Lang.  Die heutigen Jugendlichen  über brachten den einstigen Jugendlichen aus Plexiglas  gefertigte  Flammen  mit dem Stadtwappen sowie den Aufschriften 1968 und 50 Jahre. Kreisbrandrat  Werner  Löchl  dankte  für das, was in der Feuerwehr geleistet wird. Den  jungen  Feuerwehrleuten  sprach  er Mut zu mit seiner Erinnerung. Als junger Feuerwehrmann  brachte  er  vor  lauter Aufregung einen Knoten nicht mehr zusammen,  denn  die  Hände  zitterten. „Trotzdem  ist  ein  Feuerwehrmann  aus mir geworden.“ Haltet durch, rief er auf, auch wenn man müde ist oder wenn es harte Worte gibt. Gut tue aber dann die positive Rückkopplung derer, denen geholfen wurde. Bürgermeister Ralf Beyer gratulierte zum  Jubiläum  und  freute  sich,  dass  es

die Jugendfeuerwehr  bis  heute  noch gibt.  Hier würden Werte  vermittelt,  auf die daheim oft niemand mehr Wert legt, Pünktlichkeit  oder  Zuverlässigkeit  beispielsweise.  Er dankte  für  den Einsatz das ganze Jahr über, auch den Partnern, die  bei  Einsätzen  allein  daheimbleiben. Er lobte den Einsatz der Feuerwehr auch über ihre eigentlichen Aufgaben hinaus. „Ohne Euch würde hier vieles nicht funktionieren, beispielsweis das Aufhängen der Weihnachtsbeleuchtung, das Ihr durch die Verkehrsregelung erst ermöglicht. Landrat  Herbert  Eckstein  erinnerte  sich an seine Jugendzeit. „Mit 16 durfte man zur Feuerwehr.  Sonntags um sieben  Uhr  war  Übung.  Ab da  durfte  man zum  Nachbarn  den  Vornamen  sagen.“ Die Jugendarbeit der Feuerwehr sei eine  Schule  für  das  Leben,  denn  man lernt,  dass  man  allein  nichts  ist,  dass man sich aufeinander verlassen können muss.  750 Jugendliche treffen sich im Landkreis Roth regelmäßig bei der Jugendfeuerwehr. „Bringt Freunde mit zur Jugendfeuerwehr“, rief er die Jugendlichen zur Werbung für die Feuerwehr auf.  Fast 5200 Männer und Frauen engagieren sich im Landkreis Roth in der Feuerwehr. „Sie helfen, wenn die Sirene geht.“

   

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